CEREC steht für Ceramic Reconstruction und gewinnt bei der Produktion von Zahnersatz an Bedeutung. Zahnärzte vermessen und konstruieren Inlays und Kronen digital, eine Fräsmaschine stellt den Zahnersatz in der Praxis innerhalb kurzer Zeit aus einem Keramikblock her.

Die Vorteile überwiegen: Komfortabel, schnell und präzise

Viele Patienten kennen das unangenehme Gefühl: Zahnärzte fertigen mit einem Abdrucklöffel und einer darin enthaltenen Masse einen Abdruck der Zähne her, der als Basis für den Zahnersatz dient. Diesen Abdruck senden sie in ein Labor ein, welches das Inlay oder die Krone produziert. Mit CEREC gehört dieses Vorgehen der Vergangenheit an. Der Zahnarzt erstellt mithilfe einer 3-D-Mundkamera einen digitalen Abdruck, anschließend bearbeitet er diesen am Computer. Er passt den Zahnersatz unter anderem an die Nachbarzähne an. Danach kommt eine CNC-Fräsmaschine zum Einsatz, welche Inlays und Co. aus einem Keramikblock herausfräsen. Der Vorgang dauert rund 15 Minuten. Ein gewichtiger Vorteil liegt darin, dass der behandelnde Arzt den Zahnersatz sofort einsetzen kann. Es ist nur ein Termin erforderlich. Auch in puncto Präzision überzeugt CEREC.

Farbe: Viele Zahnärzte benutzen CEREC nicht bei Frontzähnen

Früher gingen mit CEREC Nachteile optischer Natur einher. Das Vollkeramik hatte einen beigen Farbton, der nicht zu der natürlichen Zahnfarbe passte. Aus ästhetischer Sicht bedeutete das eine beträchtliche Problematik. Mittlerweile haben die Hersteller das Vollkeramik farblich weiterentwickelt, es zeichnet sich durch einen anatomischen Farbaufbau aus. Unterschiede zur Zahnfarbe sind kaum zu erkennen. Vorsichtshalber verzichten die meisten Zahnärzte aber darauf, diese Methode bei den Frontzähnen anzuwenden. In diesem Fall bevorzugen sie weiterhin die Fertigung des Zahnersatzes in einem Labor.

Bild: Bigstockphoto.com / Wavebreak Media Ltd

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