Nicht nur Frauen sind von einer Beckenbodensenkung betroffen: Nach einer Unterleibsoperation – etwa an der Prostata – kämpfen auch Männer mit diesem Problem. Die Absenkung des Beckenbodens hat bei beiden Geschlechtern unangenehme Folgen: So ist je nach Schweregrad eine leichte bis ausgeprägte Harnkontinenz keine Seltenheit, manchmal gehören sogar Probleme mit dem Stuhlgang bzw. eine Stuhlinkontinenz zu den Symptomen. Mit gezieltem Beckenbodentraining können Sie einer Beckenbodensenkung jedoch vorbeugen.

Sport wirkt positiv auf den Beckenboden

Zunächst wirkt jegliche körperliche Bewegung positiv auf den Beckenboden – selbst die regelmäßigen Joggingrunden im Park sowie das Bauch-Beine-Po-Training im Fitnessstudio haben eine präventive Wirkung. Ausreichend Bewegung kann also einer Senkung des Beckenbodens entgegenwirken, wobei Sie diesen Effekt durch gezielte Übungen verstärken können. Die Beckenbodenmuskeln lassen sich in Folge täglichen Trainings kräftigen, wobei hierfür lediglich wenige Minuten – die zudem sitzend am Schreibtisch ausgeführt werden können – vollkommen ausreichend sind. Professionelle Beckenbodengymnastik-Kurse, wie sie beispielsweise von www.salat-fitness.de durchgeführt werden, zeigen die richtige Ausführung der Übungen.

Beckenbodentraining während und nach einer Schwangerschaft

Besonders wichtig sind gezielte Beckenbodenübungen während und nach einer Schwangerschaft, da es durch die Belastungen einer Geburt vermehrt zu einer Absenkung des Beckenbodens sowie der Gebärmutter kommen kann. Dieses Risiko verringert sich durch regelmäßige Beckenbodenübungen während der Schwangerschaft sowie unmittelbar nach der Geburt. Lediglich nach einem Kaiserschnitt sollten Frauen einige Wochen mit dem Beginn des Trainings warten. Einfache, aber effektive Übungen zeigt Ihnen Ihre Hebamme, zudem haben Sie nach der Geburt Anspruch auf einen von der Krankenkasse bezahlten Rückbildungskurs.

Stärkung des Beckenbodens nach einer Senkung

Ist der Beckenboden erst einmal abgesenkt, lässt er sich auch mit gezieltem Training nicht mehr anheben. Ein Beckenbodentraining kann jedoch die Symptome lindern bzw. verschwinden lassen, weshalb Patienten in diesem Fall unbedingt ihren behandelnden Arzt nach einer Überweisung zum Physiotherapeuten fragen sollten. Sportarten mit ruckartigen Bewegungen – wie Joggen oder Trampolinspringen – lösen nun einen ungewollten Harnabgang aus und sollten daher durch sanftere, den Beckenboden unterstützende Bewegungsformen ersetzt werden. Hierzu zählen vor allem Schwimmen, Fahrradfahren, Nordic Walking sowie Yoga und Qigong.

Bild: Bigstockphoto.com / holbox

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