Noch nie war die Zahl der Singles so groß wie heute. Befragungen ergeben jedoch regelmäßig, dass die meisten von ihnen dies nicht freiwillig gewählt haben, sondern sich im Gegenteil sehr eine Beziehung wünschen. Insbesondere im populärwissenschaftlichen Bereich wird als Ursache dafür meist Beziehungsunfähigkeit vermutet.

Typische Merkmale

Menschen, die als beziehungsunfähig bezeichnet werden, sind nur in den seltensten Fällen über viele Jahre hinweg unfreiwillig Singles. Sie haben nicht zwingendermaßen Probleme damit, eine Beziehung einzugehen. Schwierig wird es jedoch dann, wenn es darum geht, die Beziehung aufrechtzuerhalten. Ihr Verhalten innerhalb einer Beziehung ist oft widersprüchlich, sodass ihr Partner sie irgendwann abbricht, weil keine sinnvolle Zukunftsplanung möglich ist. Nicht selten sind sie auch extrem konfliktscheu und beenden selbst die Beziehung, sobald die rosa Wolken der Anfangszeit verflogen sind und der Alltag einkehrt.

Wirklich beziehungsunfähig ist niemand

Psychologen sind der Ansicht, dass entgegen der landläufigen Meinung kein Mensch von Grund auf beziehungsunfähig ist. Vielmehr liegt in den meisten Fällen eine Bindungsstörung vor, die ihre Wurzeln in der Kindheit hat. Diese macht es den Betroffenen schwer, anderen Menschen zu vertrauen. Um nicht enttäuscht zu werden, torpedieren sie unbewusst die wachsende Beziehung zu ihrem Partner. Derartige Mechanismen müssen aber kein Schicksal sein. Mithilfe einer Kurzzeittherapie oder einer Partnerberatungsstelle lassen sich Bindungsstörungen überwinden. Auch viele Portale, die im Internet Partnersuche kostenlos oder kostenpflichtig anbieten, geben gute Tipps, wie sich entsprechende Probleme vermeiden lassen und helfen dabei, einen Partner zu finden.

Bild: Bigstockphoto.com / tommaso79

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